Blick aktuell – Waldbreitbach 03/2007

Waldbreitbach. Die Katholische Kirche St. Maria Himmelfahrt in Waldbreitbach war voll besetzt, ein Zeichen dafür, dass die Konzerte an der Krippe zu einer beliebten Tradition geworden sind. Nach der Orgel-Musik zum Eingang von Dekanatskantor Peter Uhl begrüßte der Krippenbauer der Krippe in dieser Kirche Gustl Hertling alle Anwesenden und wünschte ihnen viel Freude anlässlich der Ökumenischen Krippennacht. Das Thema dieses Abends lautete „Die Wurzel“. Die Ausführenden, die die Krippennacht gestaltet haben waren Pfarrer Mettel, Pfarrerin Krüger-Sandmann, Kaplan Hermes, Gospelchor Klangfarben unter der Leitung von Petra Zupp, die auch die Songs auf ihrem Keyboard begleitete, Jugendchor Waldbreitbach und Gustl Hertling und das Vokalensemble TonART unter der Leitung von Peter Uhl. Gemeinsam wurde zum Auftakt das Lied „Nun freuet Euch, Ihr Christen“ (Gotteslob 143) gesungen. Gustl Hertling las aus Jesaja 11 Vers 1-10. Pfarrer Mettel betete im Wechsel mit der Gemeinde den „Psalm 1 Gotteslob 708″. Vom Gospelchor erklang das innige Lied „Lean on me“ von Bill Withers, Gwyn Arch. 09. Das Solo sang die Mezzo-Sopranistin Tanja Lenz mit ihrem besonderen Timbre. Der 2. Liedvortrag war „Wer ist das Kind“,, von William C. Dix, England im 17. Jahrhundert. In ihrem Gebet wies die Pfarrerin Krüger-Sandmann auf die verschiedenen Begriffe, in denen das Wort Wurzel enthalten ist und immer eine andere Bedeutung hat. Der Mensch ist verwurzelt mit seiner Heimat, seinem Geburtsort, seiner Tradition. Wurzeln geben Kraft und neues Leben. Es folgte die Meditation: „Von der Wurzel bis zur Frucht mit einer Orgelimprovisation.“ Pfarrer Mettel trat zu der großen Akazienwurzel, deren einzelne Zweige nach oben zeigen. Diese 300 Jahre alte Wurzel wiegt ca. 8 Zentner und wurde von Gustl Hertling im Wald gefunden. Jedes Jahr wird sie mit viel Liebe von der Küsterin Hedi Huber geschmückt. Der Pfarrer stellte sich die Wurzel vor, als sie noch in der Erde steckte und ’sie der wichtigste Teil eines stattlichen Baumes war. Er sprach von den Strömen des Lebens, die durch den Baum, seine Äste und Blätter fließen und von den Früchten. Ohne Wurzeln kann keine Pflanze leben. Peter Pfuhl brachte zu diesem Vortrag eine seiner komponierten Orgelimprovisationen zu Gehör, die ganz zart im Piano begann und sich langsam zum Fortissimo steigerte und das geschah im Wechsel. Eine mystisch wirkende Musik, die unter die Haut ging. Gemeinsam wurde „Es ist ein Ros entsprungen“ gesungen. Von John Rutter stammt „Nativity Carol“ ein gefühlvolles Lied, ein Vortrag des Jugendchors Waldbreitbach und des Vokalensembles TonART. Peter Pfuhl begleitete die einzelnen Musikbeiträge auf dem Klavier. Ebenso wie der Gospelchor Klangfarben sangen die Chormitglieder mit viel Hingabe und großem Engagement. Auch Pfarrer Ulrich Oberdörster hatte sich einige Gedanken zum Thema gemacht und bezog sich auf den Propheten Jesa-ja11,1-10.

Nun sangen alle das Lied: „0 Heiland, reiß die Himmel auf“. Beseelt war das Spiritual „The first noel“, heiter und beschwingt das „Gloria“, das vom Gospelchor Klangfarben sehr schön vorgetragen wurde. Vom Jugendchor Waldbreibach und dem Vokalensemble TonART erklangen „Wurzeln, tief im Boden“ und „The holly an the ivy“ mit dem Solisten Wolfgang Hoff, der eine bemerkenswerte Stimme besitzt. Gemeinsam wurde das Lied „Ich steh an Deiner Krippe hier“ gesungen. Nach dem gemeinsamen Lied „Komm, Herr segne uns“ erfüllte ein Riesenapplaus das Gottesbaus, ein großes Dankeschön an alle Ausführenden und ihre Darbietungen.

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