Blick aktuell – Waldbreitbach 01/2006

Das ist gelebte Ökumene

Das Weihnachtskonzert mit dem Gospelchor Klangfarben und dem Menschenkinderchor Waldbreitbach feierte wiederum einen großartigen Erfolg.

Hausen. Begeistert lauschten die Zuhörer in der Klosterkirche im St. Josefhaus der Franziskaner Brüder in Hausen den schönen Stimmen und Liedern des Gospelchores Klangfarben und des Menschenkinderchores der Evangelischen Kirche Waldbreitbach. Die Gesamtleitung hatte die Chorleiterin Petra Zupp, die die einzelnen Lieder auf ihrem Keyboard begleitete, was dem gesamten Klangbild eine ganz besondere Note verlieh.

Das Gotteshaus war bis auf den letzten Platz besetzt, es wurden noch zahlreiche Stühle zur Verfügung gestellt. Bei diesem Weihnachtskonzert waren auch Heimbewohner/innen des Franziskushauses als musikalische Gäste an einigen Weihnachtsliedern beteiligt. Sie hatten dabei soviel Freude und Spaß an der Musik gezeigt, die sie so natürlich und spontan zum Ausdruck brachten.

Unter den Zuhörern waren auch Landrat Rainer Kaul und Gattin, Renate Pepper MdL, Verbandsbürgermeister Alfons Becker mit Gattin, die Ortsbürgermeisterin von Breitscheid Roswitha Schulte, der Ortsbürgermeister von Niederbreitbach Bruno Hoffmann mit Gattin und der Gene-ralsuperior Bruder Ulrich Schmitz und einige seiner Franziskaner Brüder.

Den Auftakt zu diesem Chorabend übernahm der Saxophonist Timo Kremer, der von Petra Zupp am Key Board begleitet, das traditionelle Weihnachtslied „Stille Nacht“ sehr schön nachempfunden hat. Die Chorleiterin brachte in ihrer Ansprache ihre Freude zum Ausdruck, in dieser schönen Kirche musizieren zu dürfen, das Bruder Ulrich spontan und ganz ohne Vertrag genehmigt hatte. Sie sprach ihm auch im Namen aller Chormitglieder ein herzliches Dankeschön aus. „Das ist gelebte Ökumene“ waren ihre weiteren Worte. Leider ist der Kirchenraum der Evangelischen Kirche zu klein geworden für die zahlreichen Freunde des Gospelchores und wie man sieht, hätte man auch hier in der etwas größeren Kirche noch anbauen können.

Mit viel Schwung sang der Gospelchor Klangfarben das freudige Gospel „Go tell it on the mountain“, wo die beliebten Solisten Christiane Lehnert und Uwe Großmann mit ihren Stimmen brillierten. Der evangelische Pfarrer Ulrich Oberdörster las mit seiner angenehmen Erzählerstimme zwischen den einzelnen Liedvorträgen aus dem Lukas-Evangelium die Weihnachtsgeschichte vor, bei der man unwillkürlich an seine Kindheit erinnert wurde.

Eine besondere Freude bescherte der Menschenkinderchor, der aus entzückenden kostümierten Engeln, Hirten, Bauern und Heiligen, den drei Königen u. a. herrlichen Gestalten bestand. Ein Kompliment verdient Petra Zupp, allein schon für diese Kostümierung, wo die Eltern sicherlich fleißig mitgeholfen haben und vor allem für die tollen Leistungen der kleinen Sänger/ innen, die an diesem Abend zu Gehör gebracht wurden. Ihre zarten Stimmchen waren sauber und klar und sangen sich in die Herzen der Zuhörer. Ihre Solistinnen und Solisten waren überzeugend gut. Sie hatten keine Scheu und drückten die Freude am Gesang ganz spontan aus. Natürlich konnten sie für diese Leistung großen Applaus ernten.

Auch die großen Chormitglieder brachten ihre Freude am Gesang unmissverständlich zum Ausdruck. Die Großen und Kleinen wiegten sich wie eine Weide im Wind genau nach dem Rhythmus. Luise Probst brachte das heitere Lied „Benjamin die Maus“ zu Gehör und Stefanie Stollp sang das „Wiegenlied der Maria“. „Sternenglanz erhellt die Nacht“ und „In der Nacht von Bethlehem“ zwei Lieder, die der Chor klangschön und innig interpretierte. Gemeinsam mit Heimbewohner wurde das reizende Lied vom „Drummer boy“ vorgetragen. Weitere Solisten aus dem Menschenkinderchor waren Lasse Eichentopf und Nathalie Durst mit „Keiner kann uns Hirten leiden“, Luca Eismann und Tim Jonas Löbeth mit „Viele lange Tage“, Nina Löbeth mit „Stall von Bethlehem“ und Lars Böhnke“ mit dem schönen Lied „Weihnachtsfreude“. Heiter wirkte „Hark the herold“, glorios „Siehst Du das Licht“, gesungen von Gospelchor Klangfarben. Ein gern gesungenes und beliebtes Gospel ist „Let my light shine bright“, das man am liebsten mitgesungen hätte. Das Finale bildete das gemeinsam gesungene spanische Weihnachtslied „Feliz Navidad“. Die Pianistin Christine Tan-Paus begleitete das freudige „Halleluja, Salvation and Glorie“. Sie wirkte auch bei dem Weihnachtskonzert in der Deutschherrenschule mit, wo sie einen bemerkenswerten Stil der Interpretation bewies, der russischen Interpreten eigen ist.

Ein nicht enden wollender Beifall rauschte durch das Gotteshaus und zauberte in den Chören strahlende Gesichter. Die Chorleiterin bat nach dem Konzert, das kostenlos war, um eine Spende für die Menschen in West-Papua, mit denen seit 25 Jahren eine offizielle Partnerschaft des Ev. Kirchenkreises besteht. Dort gibt es große politische und wirtschaftliche Probleme. Erfreulicherweise kamen dabei stolze 1.500.00 Euro zusammen, eine tolle Leistung.

Bei dem anschließenden Sektempfang mit einem kleinen Imbiss bedankte sich Petra Zupp bei allen Chormitgliedern und besonders bei denjenigen, die jedes Mal tatkräftig mit ihrem freiwilligen Einsatz mithelfen, um ein solches Konzert zum Erfolg zu führen. Auch der Technik, Timo Kremer und Tjark Paus galt ihr Dank.

-ÜB-

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