Blick aktuell – Waldbreitbach 04/2006

Waldbreitbach. Mit Harfen- und Orgelmusik, Chorgesang, Lesungen und Gebeten wurde die „Dritte Krippennacht“ zelebriert und gefeiert.

Mit Horst Frankes Fantasie über „Kommet ihr Hirten“, einer modernen Harfen-Komposition aus dem 20. Jahrhundert, eröffnete Esther Groß die Krippennacht. Die Krippennacht wurde dem Heiligen Josef gewidmet. Gustel Hertling begrüßte alle Anwesenden und freute sich über die zahlreich erschienenen Besucher. „Heute dreht sich alles um den Heiligen Joseph, er nahm das Jesuskind bei sich auf und in den Arm und liebte es wie sein eigenes Kind“, berichtete Hertling. Leider gibt es viele Menschen, die nicht mehr in die Kirche gehen. Dabei sei Glauben und Zuversicht lebenswichtig.

Der Kinder- und Jugendchor, der von Dekanatskantor Peter Uhl am Klavier begleitet wurde, sang mit seinen schönen und hellen Stimmen das „Ave Maria“ von Giulio Caccini. Gemeinsam mit dem Vokalsensemble „TonART brachte der Kinder- und Jugendchor „In dulci jubilo“. Ein schöner und kontrastreicher Vortrag, besonders durch die hellen Kinder- und dunklen Männer-Stimmen.

Rektor Richard Baus sprach auch über den Heiligen Joseph, der überall als alter Mann dargestellt wird, dabei war er zur Zeit der Geburt Christi ein junger Mann, dessen große Leidenschaft das Träumen war. Im Traum gab sich Gott ihm zu erkennen. Er träumte davon, dass Gott ihn bat, die schwangere Maria bei sich aufzunehmen, von Christi Geburt, von der Flucht nach Ägypten und von der Rückkehr in die Heimat. Josef war stets ein guter Vater und Beschützer des Christuskindes und der Heiligen Maria. Baus betonte, dass Väter wichtig sind für jede Familie.

Auch Bruder Josef und Schwester Gerlinde befassten sich in ihrer Rede mit der Geburt Christi und mit Mutter Rosa, die aus einfachen Verhältnissen stammte und 1862 den Franziskanerinnen-Orden gründete.

Peter Uhl begleitete seine Chöre am Klavier. Miriam Hohn sang mit ihrer schönen Sopranstimme begleitet vom Vokalensemble „Balulalow“ von Peter Warlock. Peter Cornelius schrieb das Lied „Die Könige“, das der Jugendchor gemeinsam mit dem Vokalensemble „TonART“ sehr schön nachempfunden haben. Gemeinsam wurde dann das Wiegenlied gesungen, in dem Maria Josef bat: „Josef, lieber Josef mein, hilf mir wiegen mein Kindelein…“.

Der Gospelchor „Klangfarben“ trug das flotte „Go, tell it on the mountain“ und „Sternenglanz erhellt die Nacht“ vor, ein inniges melodisches Lied von Peter Fischer, wo Christiane Lehnert das Sopransolo sang. Chorleiterin Petra Zupp begleitete ihren Chor auf dem Key-Board. Außerdem brachten die Sängerinnen und Sänger das Gospel „Ho-ly, holy“, komponiert von Nolene Prince. Bei „Joy to the world“ nach einer Melodie von Georg Friedrich Händel erhoben die Chormitglieder die Hände. Dieser Chor ist prädestiniert für Gospels und Spirituals.

Die sympathische Schwester Helmtrudis, die über eine reizende Sopranstimme verfügt, brachte, begleitet von Uhl auf der Orgel, das Lied aus dem alten Trierer Gesangbuch „Du aus Davids Stamm geboren“. Seine Chöre haben schöne Stimmen.

Auch Kaplan Matthias Hermes hatte eine Rede vorbereitet, bezogen auf Joseph „Wir können von Joseph lernen, zu träumen, zu handeln wie er.“

Esther Groß überraschte ihr Publikum mit ihrer melodischen Stimme und einem alten spanischen Weihnachtslied „A la nanita nana“ zu Gehör und begleitete sich mit der Harfe. Peter Uhl, der passionierte Musiker, spielte eine „Orgel-Improvisation“ mit Bravour. Beeindruckt waren die Zuhörer von Benjamin Brittens „A ceremo-ny f carols“ mit neun innigen Liedern, die die Heilige Nacht priesen. Es sangen das Vokalensemble „TonART“ und der Kinder- und Jugendchor. Die Kinder schreiten mit Lichtern zum Altar. Bei dem gemeinsam gesungenen Lied „Ich steh an Deiner Krippen hier, 0 Jesus du mein Leben“ führte Pfarrer Ulrich Oberdörster einen Dialog mit Joseph und versuchte seine Gedanken und Gefühle in die heutige Zeit zu übertragen, so dass die Gemeinde mit Joseph an der Krippe stand und über das Geschehen nachdenken konnte.

Mit dem gemeinsam gesungenen „Nun freut euch, ihr Christen“ fand der harmonische Abend sein Finale. Nun konnte das Publikum endlich mit einem rauschenden, nicht enden wollenden Beifall seine Begeisterung zum Ausdruck bringen. . -ÜB-,

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