Blick aktuell – Waldbreitbach 01/2007

Hausen. Auch in diesem Jahr machte der Gospelchor „Klangfarben“ und der Menschenkinderchor Furore mit der Aufführung der Weihnachtsgeschichte, die gesungen und gespielt wurde. Dabei waren es die Kinder, die beim Publikum mit ihrem wunderbaren Vortrag Rührung auslösten. Die Chorleiterin Petra Zupp hieß alle herzlich willkommen und brachte ihre Freude zum Ausdruck über die zahlreich erschienenen Besucher. Landrat Rainer Kaul hat es sich nicht nehmen lassen, mit seiner Gattin dieses bemerkenswerte Konzert wahrzunehmen. Auch Renate Pepper MDL, Verbandsbürgermeister Alfons Becker und Ortsbürgermeister Karl-Josef Hühner waren unter den Gästen. Die Kirche war in ein dunkles Licht getaucht. Die beliebte Sopranistin Tina Lehnert schritt durch den Kirchenraum auf den Altar zu und eröffnete mit „Silent Night, Holy Night“ das Konzert. Der Gospelchor brachte a capella das „Halleluja Salvation and Glory“, das durch die hervorragende Akustik des Gotteshauses besonders polyphon und klangschön wirkte. Der Evangelische Pfarrer Ulrich Oberdörster aus Waldbreitbach erzählte mit seiner angenehmen Stimme in mehreren Abschnitten die Weihnachtsgeschichte und die Kinder führten sie auf. Sie waren sehr diszipliniert und folgten den kurzen Anweisungen ihrer Dirigentin. Sie hatten hübsche Stimmen, sangen und sprachen erstaunlich deutlich. Diese Aufführung machte auch den Kindern viel Freude und sie waren mit viel Eifer dabei.

Tanja Lenz (Mezzosopran) brachte das beeindruckende Lied „Lean on me“ mit ihrem besonderen Timbre zu Gehör. Auch die beiden anderen Sopranstimmen des Gospelchores Sabrina Oster und Beate Schlicht glänzten mit ihren Soli während der Durchführung. „Auf dem Weg nach Bethlehem“, den Maria (Nele Alda) und Josef (Tim Jonas Lübeth) gemeinsam gingen, ist ein Kindersolo, wobei der Refrain vom beiden Chören gesungen wurde. Maria war von dem langen Laufen müde geworden, ihre Füße schmerzten. Die Beiden fanden keine Herberge. Alle Zimmer in diesem Ort waren ausgebucht. Letztendlich fanden sie in einem alten Stall ein Plätzchen, wo sie ausruhen konnten. „Mitten in der Nacht“ sangen die Kinder. Die drei Hirten waren in der Nähe der bescheidenen Herberge. Da erklang vom Gospelchor „Noel“. Der Chor, der von Konzert zu Konzert immer größer wird, verfügt über ein enormes Stimmenpotential mit wundervollen Klangfarben. Wenn die Chormitglieder singen, wiegen sie sich im Takt. Petra Zupp begleitet ihre Chöre auf dem Keyboard kongenial. „Für das Arrangement eines jeden Songs benötige ich einige Stunden“ erklärt sie und sie beherrscht ihr Instrument hervorragend. Sie ist, ebenso wie ihre Sängerinnen und Sänger mit Leib und Seele dabei und dafür spricht die große Beliebtheit dieses geschätzten Chores. Der Raum der evangelischen Kirche wurde mit der Zeit zu klein, nun ist auch die Klosterkirche bald zu klein, es wurden noch Sitzplätze geschaffen. In der Zwischenzeit hatte Maria das Jesuskind zur Welt gebracht. Die Engel verkündeten seine Geburt in einem Kanon mit einem freudigen „Gloria“. Die Hirten wunderten sich über die Engel. „Folgen wir dem Stern von Bethlehem, der führt uns zum Kind“ sangen alle Kinder. Dann erklang „In der Nacht von Bethlehem ist uns ein Kind geboren“. „Der Retter der Welt soll es sein“ triumphierte der Gospelchor und sang gemeinsam mit dem Menschenkinderchor „Auf einmal ist uns der Himmel ganz nah, er ist auf einmal mitten unter uns“. Josefs Zweifel waren verschwunden: „Du hast Recht Maria, es ist ein besonderes Kind. Gott ist Mensch geworden.“

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